
Was einen Brandstifter erwartet:
- Ein Ermittlungs- bzw. Strafverfahren. Je nach Brandart muss der Verurteilte mit Geld- oder Haftstrafen rechnen.
- Möglicherweise psychologische Behandlung oder Unterbringung in einer psychatrischen Einrichtung (je nach Sachlage).
- Die Rechnung/en von Geschädigten oder deren Versicherungen. Bei Großbränden entsteht schnell ein Schaden, der in die Millionenhöhe geht. Für die Zahlung dieser Schäden ist ein vorsätzlicher Brandstifter voll verantwortlich und muss diese bezahlen, unter Umständen ein Leben lang.
- Die Rechnung/en für den Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Diese staffeln sich je nach Aufwand und Einsatz. Doch selbst bei kleineren Einsätzen kann es sich schon um vierstellige Beträge handeln. Bei einem Großfeuer geht es um bedeutende Summen.
- Familienangehörige, Freunde und bekannte wenden sich oft von einem verurteilten Täter ab. Ihn erwartet nicht selten soziale Isolation. Wer möchte schon mit einem Kriminellen verkehren?
- Möglicherweise Verlust des Arbeitsplatzes.
- Auch nach Verbüßung einer Haftstrafe muss ein Brandstifter mit dem Konsequenzen leben: Durch die Vorstrafe wird es schwer sein, wieder einen Arbeitsplatz oder Wohnraum zu finden.
Nicht immer sind es Großbrände, die gelegt werden. Doch auch vermeintliche Streiche – wie etwa das Anzünden eines Papier- oder Müllcontainers – sind kriminelle Taten und kein Kavaliersdelikt. Wer zum Beispiel an Silvester einen brennenden Feuerwerkskörper in einen Container wirft, weiß in aller Regel, welche Folgen das hat. Wird derjenige ermittelt, muss er die Konsequenzen tragen. Das könnte in diesem Fall Sachbeschädigung sein, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden kann. Kommt es ganz dick und das Feuer greift zum Beispiel auf ein Gebäude über, muss sich ein Täter möglicherweise wegen schwerer Brandstiftung verantworten.
Sollten Sie vor oder während einem Brand verdächtige Beobachtung machen, wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei. Auch kleine Hinweise können helfen, Brandstifter dingfest zu machen!
Quelle: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Verden (Aller)